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Fortbildungen

Fortsetzung Lernwerkstatt für Pflegepädagogen

Ab 2020 werden die bislang im vom Erwin-Stauss-Institut im Diedrichshof zu Worpswede veranstalteten Fortbildungsangebote für Lehrende in der Pflege vom Prodos Verlag organisatorisch und inhaltlich begleitet. Das Dozententeam um Prof. Dr. Kordula Schneider wird die Veranstaltungen in gewohnt kleinem Kreis mit bis zu 20 Teilnehmenden durchführen.
Im Jahr 2020 wird es zunächst zwei Module geben.
Ab dem Jahr 2021 sollen dann wieder die bislang gewohnten fünf Module angeboten werden. Für zwei Veranstaltungen in 2020 und drei in 2021 stehen bereits Inhalte Termine fest, die Sie der folgenden Tabelle entnehmen können.

Daten Thematische Schwerpunkte Dozenten  
07. und 08.09.2020 Kompetenzorientierte Methoden im generalistischen Unterricht Prof. Dr. Kordula Schneider, Christoph Hamar, Berufspädagoge B.A. anmelden
12. und 13.11.2020 Praxiscurricula in der generalistischen Pflegeausbildung Prof. Dr. Kordula Schneider, Dorothea Fischer, Dipl. Pflegepäd. anmelden
25. und 26.01.2021 Kompetenzorientierte schriftliche und mündliche (Abschluss-)Prüfungen in der generalistischen Pflegeausbildung Prof. Dr. Kordula Schneider, Christoph Hamar, Berufspädagoge B.A. anmelden
26. und 27.04.2021 Im Lehrberuf mental gesund bleiben Dr. Nadja Vennewald anmelden
10. und 11.06.2021 Exemplarität und Transferleistungen im generalistischen Unterricht Prof. Dr. Kordula Schneider, Christoph Hamar, Berufspädagoge B.A anmelden



Arbeitszeiten:
Erster Tag: 11:00-12:30 und 13:30-18:00 Uhr
Zweiter Tag: 9:00-12:30 und 13:30-16:00 Uhr

Kosten:
Die Teilnahme je Modul kostet inkl. Tagesverpflegung: € 375,00 (ohne Übernachtung).

Veranstaltungsort:
Johanniterhaus Kloster Wennigsen
Klosteramthof 5
30974 Wennigsen
www.johanniterhaus-wennigsen.de
Der Veranstaltungsort ist in der Nähe von Hannover gelegen und sehr gut an den öffentlichen Nahverkehr (S-Bahn) angebunden.

Modul 1: Kompetenzorientierte Methoden im generalistischen Unterricht einsetzen (07. bis 08.09.2020)

Mit dem Pflegeberufegesetz und der dazugehörigen Prüfungsverordnung ist die gesetzliche Grundlage einer gemeinsamen Ausbildung der drei bisherigen Pflegeberufe geschaffen. Neben inhaltlichen Aspekten, die sich hauptsächlich in der Fachkompetenz widerspiegeln und bislang den Schwerpunkt der pflegerischen Ausbildung darstellten, sind nun vor allem auch die weiteren Kompetenzen (Sozial-, Methoden-, Selbst- und Lernkompetenz) bei den Lernenden anzubahnen und zu fördern. Um dies zu gewährleisten, müssen Lehrende in der Lage sein, auf Methoden zurückzugreifen, mit denen sie von der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung vorgesehene Kompetenzbereiche und -schwerpunkte vermitteln können. In zahlreichen Publikationen wird immer wieder die Schwierigkeit genannt, eine Passung zwischen Methoden, dem intendierten Ziel und den Inhalten zu finden. Deshalb liegt der Fokus in diesem Seminar auf der geeigneten Auswahl derjenigen Methoden:
  • die auf die Analyse- und Problemfähigkeit im Kontext von Fallarbeit legen,
  • in der Erschließung von Texten und der systematischen Reflexion von Praxiserfahrungen.
Themenschwerpunkte:
  • Kompetenzbereiche, -schwerpunkte, -formulierungen und -modelle
  • Kategorien von Methoden
  • Verschiedene Methoden zur Fallbearbeitung
  • Verschiedene Methoden in der Unterrichtsphasierung
  • Reflexionsmethoden für die Praxisauswertung
Referenten:
Prof. Dr. Kordula Schneider
Christoph Hamar B.A.

Modul 2: Praxiscurricula in der generalistischen Pflegeausbildung gestalten (12. bis 13.11.2020)

Um im Rahmen der neuen generalistischen Pflegeausbildung Auszubildende unterschiedlicher Träger qualifiziert und strukturiert zu begleiten, ist die Entwicklung eines Praxiscurriculums erforderlich, das sowohl die pflegerischen Gemeinsamkeiten als auch die Unterschiede bei allen Versorgungssystemen von Menschen aller Altersstufen berücksichtigt. Dazu sind Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Alten-, Gesundheits- und Kinderkranken- sowie Gesundheits- und Krankenpflege zu eruieren, um daraus Inhalte für das Praxiscurriculum zu generieren. In diesem Prozess der gemeinsamen Analyse erfolgt implizit die (Neu-)Justierung eines generalistischen Pflegeverständnisses. Vor diesen Herausforderungen stehen sowohl Pflegeschulen als auch kooperierende Einrichtungen, wenn sie danach streben, eine qualifizierte praktische Ausbildung durch betriebliche Ausbildungsstandards und -pläne zu gewährleisten.
Themenschwerpunkte:
  • Begriffsklärung: generalistische Pflegeausbildung und generalistisches Pflegeverständnis
  • Ablauf der praktischen generalistischen Ausbildung
  • Ebenen der Ausbildungsplanung
  • Möglichkeiten des Lernens: arbeitsgebundenes Lernen, arbeitsverbundenes Lernen und arbeitsorientiertes Lernen
  • Handlungsleitfaden zur Entwicklung von Praxiscurricula
Referentinnen:
Prof. Dr. Kordula Schneider
Dipl. Pflegepädagogin Dorothe Fischer

Modul 3 : Kompetenzorientierte schriftliche und mündliche (Abschluss-)Prüfungen in der generalistischen Pflegeausbildung gestalten (25. bis 26.01.2021)

Das Pflegeberufegesetz und die dazugehörige Prüfungsverordnung machen klare Vorgaben zur Ausgestaltung der schriftlichen und mündlichen Abschlussprüfungen. Insbesondere die Bearbeitung von komplexen Aufgabenstellungen anhand von Fällen stehen im Mittelpunkt. Damit die Auszubildenden am Ende der Ausbildung dazu in der Lage sind, diese Anforderungen zu bewältigen, müssen sie von Beginn an darauf vorbereitet werden.
Themenschwerpunkte:
  • Formale Voraussetzungen für die mündlichen und schriftlichen Abschlussprüfungen in der generalistischen Ausbildung
  • Fallarten und -sorten
  • Fach- und fallsystematische Aufgabentypen
  • Niveaustufen und Bewertung von Aufgaben
  • Methoden im Rahmen der Abschluss-Prüfungen
Referenten:
Prof. Dr. Kordula Schneider
Christoph Hamar M.A.

Modul 4: Im Lehrerberuf mental gesund bleiben (26. bis 27.04.2021)

Der Lehrberuf ist nachweislich einer der Berufe mit der höchsten psychischen Beanspruchung. Zudem zeigen sich im Zuge der Generalistik Problemfelder wie Mehrfachbelastung, Widerstände, Mehrarbeit und überstunden. Zur Bewältigung dieser Beanspruchungen sind interne und externe Ressourcen, z. B. Fertigkeiten der Selbstregulation, Selbstwirksamkeitserwartung, günstiger Umgang mit Stressoren, von wesentlicher Bedeutung.
Themenschwerpunkte:
  • Theoretische Grundlagen zu psychischer Gesundheit und Förderungsmöglichkeiten
  • Förderung von Ungewissheitstoleranz, Umgang mit Ohnmacht, Aktivierung von Selbstdistanz
  • Günstiger Umgang mit Widerstand bei Mitarbeitern und Kollegen
  • Die Rolle der Selbstsicherheit, Nutzen von Selbst- und Fremdwahrnehmung
  • Günstiger Umgang mit Stressoren im Lehralltag
  • Anleitung zur Selbstreflexion und konkretes Ableiten individuell hilfreicher Strategien
  • Wenig hilfreiche Denkmuster identifizieren und modifizieren
  • Externe Ressourcen kennen und nutzen (dürfen)
  • Problemlösekompetenzen stärken
  • Konkrete Veränderungsziele planen
Referentin:
Dr. Nadja Vennewald

Modul 5: Exemplarität und Transferleistungen im generalistischen Unterricht entwickeln (10. bis 11.06.2021)

Die Generalistik bringt die gemeinsame Ausbildung der bisherigen drei Pflegeausbildungen unter Berücksichtigung der Altersgruppen und Settings und bei Beibehaltung der Berufsspezifika mit sich. Trotz dieser inhaltlichen Erweiterung sind lediglich 2.100 Stunden theoretischen Unterrichts vorgesehen - daher wird ein konsequent auf Transfer ausgerichteteter Unterricht in Zukunft unabdingbar sein. In der Unterrichtsvorbereitung gilt es daher, z. B. typische Situationen, Kernaufgaben oder Krankheitsbilder zu identifizieren, die exemplarisch für bestimmte verallgemeinerbare Prinzipien stehen, um diese dann entsprechend didaktisch aufzubereiten.
Themenschwerpunkte:
  • Quantitative und qualitative didaktische Reduktion
  • Transferformen
  • Ausgewählte Beispiele für Transfer und Exemplarität
  • Thematische Auswahl von Exempeln für einen Transfer
  • Curriculare Einbindung von Exemplarität
  • Didaktische Konstruktion von Exemplarität
Referenten:
Prof. Dr. Kordula Schneider
Christoph Hamar M.A.

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